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Papierherstellung

Eine Papierfabrik gliedert sich grundsätzlich in die drei Anlagenbereiche:

  • Stoffaufbereitung
  • Papiermaschine
  • Ausrüstung
     

Stoffaufbereitung

Der Produktionsprozess beginnt in der Stoffaufbereitung. Hier wird der in Form von trockenen Ballen angelieferte Rohstoffe Altpapier und/oder Zellstoff mit viel Wasser aufgelöst und von Verunreinigungen befreit. Das Altpapier stammt überwiegend aus Haushalten und Kaufhäusern. Das Recycling derartiger Altpapiere erfordert einen sehr hohen Reinigungsaufwand: der Papierbrei muss durch eine Vielzahl von Aggregaten mit gelochten und geschlitzten Sieben geführt werden, um eine möglichst vollständige Abtrennung der störenden Verunreinigungen zu erreichen.
Am Ende der Stoffaufbereitung erfolgt die Zugabe von Hilfsmitteln, wie z. B. Stärke, Farb- oder Füllstoffe, welche zur Erzielung der erforderlichen Papiereigenschaften notwendig sind.

 

Papiermaschine

Die Papiermaschine übernimmt die fertig aufbereitete Faserstoffsuspension und stellt daraus eine endlose Papierbahn her. Unter einer Papiermaschine kann man sich eine über 100 m lange zusammenhängende Anlage vorstellen, welche in folgende drei Hauptsektionen gegliedert ist:

  • Siebpartie
  • Pressenpartie
  • Trockenpartie


Im ersten Bereich der Papiermaschine wird der aus der Stoffaufbereitung kommende Faserstoffbrei stark verdünnt, so dass in jedem Liter des Faserstoff-Wasser-Gemisches nur ca. sieben Gramm an Faser- und Füllstoff enthalten sind. Diese Suspension wird mittels einer breiten Düse gleichmäßig über die gesamte Arbeitsbreite eines umlaufenden Siebes verteilt.
Während das Wasser abläuft oder abgesaugt wird lagern sich die Fasern auf dem Sieb ab und bilden ein Faserflies.

Am Ende dieses sog. Blattbildungsprozesses enthält die Papierbahn noch ca. 80 Prozent Wasser.

Die Papiermaschine von Hamburger Rieger Papierfabrik Spremberg besitzt drei derartiger Blattbildungsanlagen, deren Faserfliese vor dem Einlauf in die nächste Prozessstufe zu einer Papierbahn zusammengeführt werden. Durch diesen mehrlagigen Aufbau der Papierbahn können hochwertige Faserrohstoffen gezielt zur Erzeugung bestimmter Produkteigenschaften wie Weiße, Festigkeitseigenschaften usw. eingesetzt werden.

Die weitere Entwässerung der Papierbahn erfolgt durch mechanischen Druck in der Pressenpartie. Hierzu wird sie mittels Filzbahnen zwischen Walzen hindurchgeführt und dabei einem hohen Pressdruck ausgesetzt. Durch den Pressvorgang wird ein Trockengehalt von ca. 52% erreicht und die Bahnfestigkeit erhöht.

In der sich anschließenden Trockenpartie wird das restliche Wasser durch die Zufuhr von Wärmeenergie ausgedampft. Die Papierbahn wird dazu slalomartig über dampfbeheizte Trockenzylinder geführt. Zur gezielten Beeinflussung von bestimmten Festigkeits- und Druckeigenschaften ist in der Trockenpartie ein Aggregat zum Auftrag von Stärke und Leim auf die Papieroberfläche installiert. Die Erzeugung einer glatten Oberfläche und einer gleichmäßige Blattdicke ist Aufgabe des Glättwerkes, welches sich am Ende der Trockenpartie befindet.

Die Papiermaschinen in Trostberg und Spremberg beinhalten eine Streichanlage. In dieser wird das Papier zusätzlich veredelt und erhält so eine noch glattere und glänzende Oberfläche.

Nach dem Verlassen der Trockenpartie innerhalb der Papiermaschine wird die Papierbahn mittels gravierenden Messrahmen mehreren genauen Qualitätskontrollen unterzogen. Dabei werden mehrere Parameter, wie Dicke, Farbe, Flächengewicht und Feuchte gemessen und deren gleichmäßige Verteilung über die ganze Bahnbreite kontrolliert und dokumentiert.

Am Ende der Papiermaschine wird die fertige Papierbahn auf Stahlwalzen (Tamboure) aufgewickelt.

 

Ausrüstung

Vor der Auslieferung zum Kunden muss das Papier auf die gewünschte Länge und Breite geschnitten werden. In der Rollenschneidemaschine erfolgt die Aufteilung der Maschinenrollen auf kleinere Rollen. Anschließend werden die fertigen Rollen kundenspezifisch verpackt und mit Etiketten gekennzeichnet. 
 

Impressionen aus dem Produktionsprozess