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Hamburger Containerboard Trostberg: Abschied von der Kartonproduktion.

Vor kurzem hat die Unternehmensleitung der Hamburger Containerboard Trostberg den Betriebsrat und die Belegschaft am Standort Trostberg informiert, dass beabsichtigt ist, die Kartonproduktion an der KM1 zum Jahresende einzustellen.

Der andauernde Auftragsrückgang der letzten Jahre steht den enormen Instandhaltungs- und Betriebskosten einer fast 100 Jahre alten Maschine gegenüber – beide Faktoren ermöglichen es nicht, die Produktion weiter wirtschaftlich aufrecht zu halten. 

Das Unternehmen befindet sich derzeit in konstruktiven Verhandlungen mit der Arbeitnehmer-vertretung, um schnell zu konkreten Lösungen zu kommen. Direkt mit der Kartonmaschine sind ca. 40 Arbeitsplätze verbunden. Der Umsatzanteil der Kartonmaschine liegt bei 15 %. Insgesamt sind 220 Arbeitsplätze am Standort. 

Die Produktion der gestrichenen Wellpappenrohpapiere auf der PM2 ist davon nicht betroffen. Der Standort konzentriert sich auf dieses Segment mit neuen Sortenentwicklungen auf der Basis modernster Technologie. 

„Dies ist ein schwerer Schritt für das Unternehmen und natürlich insbesondere für die betroffenen Mitarbeiter. Das Ziel ist es, eine bessere Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu gewährleisten. Die Geschäftsführung und der Eigentümer sind sich ihrer sozialen Verpflichtung bewusst und haben ihre Pläne für die sozialverträgliche Begleitung betroffener Mitarbeiter bereits in den Verhandlungen dargestellt. Die Errichtung einer Transfergesellschaft ist in Diskussion.“ so Georg Voit, Fabriksleiter in Trostberg und Klaus Müller, Finanzdirektor der Hamburger Rieger GmbH.

Bis zum Abschluss der Verhandlungen werden keine weiteren Details bekannt gegeben. 

 

Die Prinzhorn Gruppe

Die Prinzhorn Gruppe zählt mit 9.800 Mitarbeitern in 16 Ländern zu den europäischen Marktführern in der Recycling-, Papier- und Verpackungsindustrie. Mit einem Jahresumsatz von 1,90 Mrd. Euro ist das Unternehmen in diesem Segment die Nummer drei in Europa. Das Familien-Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Wien (Österreich) und gliedert sich in drei Divisionen: Dunapack Packaging (Verpackungslösungen aus Wellpappe), Hamburger Containerboard (Produktion von Wellpappenrohpapier) und Hamburger Recycling (Sammlung und Handel mit Sekundärrohstoffen).