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Papierherstellung

Papierherstellung

Eine Papierfabrik gliedert sich grundsätzlich in drei Anlagenbereiche:

  • Stoffaufbereitung
  • Papiermaschine
  • Ausrüstung

 

Stoffaufbereitung:

In der Stoffaufbereitung wird der Rohstoff in Form von trockenen Altpapierballen in einem Stoffauflöser mit viel Wasser in seine Einzelfasern zerlegt. Der dabei entstandene Papierbrei wird zur Reinigung von Störstoffen (z.B. Plastik) durch eine Vielzahl von Aggregaten geführt. Bevor es zur Papiermaschine geht werden Hilfsmittel (z.B. Stärke, Farbe oder Füllstoffe) welche zur Erzielung der erforderlichen Papiereigenschaften notwendig sind, hinzugegeben und der Stoff auf ein bestimmtes Stoff-Wasser-Verhältnis verdünnt.

 

Papiermaschine:

Hier wird aus dem Papierbrei eine endlose Papierbahn hergestellt. Die Papiermaschine besteht aus einer Maschine mit mehreren zusammenhängenden Sektionen.

  • Siebpartie
  • Pressenpartie
  • Trockenpartie
  • Aufrollung

 

Siebpartie:

Der verdünnte Papierbrei wird über mehrere Düsen auf die gesamte Arbeitsbreite eines umlaufenden Siebes verteilt. Durch die Schwer- bzw. Fliehkräfte wird dem Papierbrei das Wasser entzogen, wodurch sich die einzelnen Fasern auf dem Sieb ablagern und ein Faserflies bilden. Am Ende dieses Prozesses enthält die Papierbahn noch ca. 80% Wasseranteil.

Dieser Prozess geschieht sowohl für die Unterlage, als auch auf dem aufgesetzten Obersieb für die Oberlage. Um mehrlagige Papierbahnen herzustellen, werden die beiden Lagen miteinander „vergautscht“ (verpresst).

 

Pressenpartie:

Das Wasser was nicht mehr in der Siebpartie entwässert werden kann, wird in der Pressenpartie durch mechanischen Druck herausgepresst. Hierzu wird die Bahn mittels mehreren Filzbahnen zwischen Walzen hindurchgeführt und einem hohen Pressdruck ausgesetzt. Am Ende dieses Prozesses enthält die Papierbahn noch ca. 52% Wasseranteil.

 

Trockenpartie:

Durch die Zufuhr von Wärmeenergie wird das restliche Wasser aus der Papierbahn ausgedampft. Hierbei wird die Papierbahn über dampfbeheizte Trockenzylinder geführt. Zur gezielten Beeinflussung von bestimmten Eigenschaften ist in der Trockenpartie ein Aggregat zum Auftragen von Hilfsmittel installiert. Am Ende der Trockenpartie ein Glättwerk (Kalander) verbaut, dieser sorgt für eine glatte und gleichmäßige Oberfläche.

Am Ende der Papiermaschine wird die Papierbahn auf eine Stahlwalze (Tamboure) aufgerollt.

 

Ausrüstung:

Vor der Auslieferung muss das Papier in der Rollenschneidmaschine auf die gewünschte Länge und Breite geschnitten und auf kleinere Rollen aufgerollt werden. Zum Schluss werden die fertigen Rollen kundenspezifisch verpackt und etikettiert.

Impressionen aus dem Produktionsprozess